FAQ

Clicker1. Was ist ein Clicker?

(viele Menschen kennen den Clicker noch unter dem Namen „Knackfrosch“)

Ein Clicker ist ein sogenanntes Markersignal. Der Click markiert ein Verhalten, von dem man möchte, dass es vom Hund beachtet wird und er lernt, es zu wiederholen. Es ist so, als ob man mit dem Click ein Bild einfrieren könnte, an das der Hund sich erinnert. Zugleich ist der Click ein Versprechen für den Hund, dass eine Belohnung folgt (z.B. besonderes Futter).

2. Welche Vorteile hat der Clicker im Vergleich zu anderen Markersignalen?

Meiner Erfahrung nach reagieren Hunde außerordentlich gut auf dieses Geräusch. Für den Hund hat das Geräusch den Vorteil, sich von dem „Singsang“ des Menschen deutlich zu unterscheiden. Für uns ist es sicher leichter, den Clicker nicht als Lob oder Lockmittel zu missbrauchen wie es bei einem Markerwort sicher das ein oder andere Mal in den Sinn kommen mag. Zudem ist die Tonlänge und -höhe immer gleich, so dass ein Problem der Stimmungsübertragung gar nicht erst entstehen kann.

3. Darf mein Hund nun machen, was er will?

Nein, natürlich nicht. Für jedes Lebewesen gibt es Regeln, die es lernen darf, bevor es darum geht, an der Einhaltung zu arbeiten. Regeln geben Sicherheit und können mit als Verhaltensrückmeldung fungieren. Hundebesitzer haben hier die Chance zu lernen, welche Regeln wichtig sind und wie man diese am besten umsetzt.

4. Verliere ich nicht an Autorität, wenn ich nicht mit allen Mitteln versuche, meine Kommandos durchzusetzen? Wird der Hund nicht dominant?

Nein. Die sogenannten Dominanztheorien und Rangreduktionsprogramme beruhen auf Missverständnissen, denen veraltete Forschungsergebnissen am Stammvater Wolf zu Grunde liegen.

Kein Alphawolf wird einem Rudelmitglied mitteilen, dass es bestimmte Bewegungen ausführen muss. Der Alphawolf ist unter anderem eine „Vertrauensperson“, die das Rudel z.B. an andere Orte führt und könnte den Mitgliedern keine Sicherheit geben, wenn er sie regelmäßig angreifen und drangsalieren würde.

Sein Privileg, was er sich durch dominante Gesten erhält, ist vor allem das auf Fortpflanzung. Da wir nun nicht mit unserem Hund um Fortpflanzung konkurrieren, besteht grundsätzlich kein Grund für den Hund, dominierendes Verhalten zu zeigen.

(zum Weiterlesen:
Eaton, Barry: „Dominanz, Tatsache oder fixe Idee?“)

Definition von Dominanz:

„Dominanz bedeutet, dass in einer dyadischen Beziehung (dyadisch= zwischen zwei Individuen) A regelmäßig die Freiheit von B einschränkt bzw. sich selbst ein hohes Maß an Freiheit zugesteht, ohne dass B effektiv etwas dagegen tut, sondern B akzeptiert seine Einschränkungen.“
(Zitat: Feddersen-Petersen)